Ich denke, dieser März…

Schwierige Momente sind dazu da uns in unseren Überzeugungen und unserem Herzensweg zu bestärken. Sie helfen uns, zu erkennen, welche Werte wir vertreten und was für uns nicht kompatibel ist. Eine Art der Klärung findet statt, wenn wir uns diesen schwierigen Momenten stellen und dabei offen für die Sprache unseres Herzens bleiben, ganz bei uns bleiben. Manchmal werden wir auch akzeptieren müssen, dass man nicht einwirken kann, dass es wichtig ist, einen Sachverhalt so zu akzeptieren, wie er ist.

Ich denke, dieser März hält einige solcher Momente für uns bereit – nicht nur, weil ich sie selbst erlebe, sondern weil sie auch in meinem Umfeld stattfinden. Immer scheint es aber dabei wichtig zu sein, bei sich selbst zu bleiben, seinem eigenen Herzen treu zu bleiben. Und gegebenenfalls die Türen in die Vergangenheit zu schließen. Auch wenn das bedeutet mit Kontakten und Beziehungen zu brechen, oder diese in einen versöhnlichen Abschluss zu bringen.

Und dort, wo es uns nicht möglich ist, versöhnlich zu wirken – ich meine jetzt aufrichtig versöhnlich -, dort werden wir wohl abschließen müssen. Im wahrsten Wortsinn werden wir den Weg in alte Kontrolldramen verlassen müssen. Das gilt auch, wenn ein Nein nicht akzeptiert wird und man trotzdem den eigenen Prinzipien treu bleibt. Wer dies nicht respektiert, wird sich verabschieden. Vielleicht vorerst mit Murren und Gezänk, etwas später ruhig und leise.

Blumen kümmern sich nicht darum, Kontrolle über andere Pflanzen von sich zu überzeugen. Sie blühen, sie bleiben ihren Prinzipien treu.

Blumen kümmern sich nicht darum, andere Pflanzen von sich zu überzeugen. Sie blühen für sich, sie bleiben ihren Prinzipien treu.

Kategorien:Gedanken

Breitband ist ein Alter Hut

02/07/2013 2 Kommentare

Echt lustig, da fordert der Bauernbund den Ausbau des Breitbandes in den ländlichen Regionen innerhalb der kommenden zehn Jahre (so geschehen bei einer Konferenz zum ländlichen Raum in Grafenstein/Ktn.) laut einer OTS-Aussendung heute.

Diese Forderung zeigt wieder, wie man – wohl in den traditionellen Teilen dieser Gesellschaft – der aktuellen Möglichkeiten der Technologie hinten nach hinkt. Festnetz-Breitband? Das ist passé – heute surft man mobil durchs Netz. Und dorthin geht auch der Trend, der höchstens noch Hotspots mit WLAN kennt und das an öffentlichen Plätzen anbietet.

Für mich ist es völlig normal, mit dem iPhone ins Netz zu gehen, an Bahnhöfen, in Hotels oder auf Flughäfen wähle ich mich ins dort öffentliche WLAN ein. Denn wir werden im Alltag immer mobiler. Jobs, die von uns fordern, mehrmals im Erwerbsleben umzuziehen sind schon längst Realität. Das “Stubenhocken” auf einem Festnetz-Breitband ist Geschichte.

Wer braucht in so einer Welt dann ein ausgebautes Breitbandnetz in einem immer bevölkerungsärmer werdenden ländlichen Raum? Übrigens, dieser Ausbau wird von der EU gefördert – für meine Begriffe viel zu spät und viel langsam. Die Abwanderung, den demographischen Wandel wird das Breitbandnetz nicht verhindern. Es wird höchstens diesen Prozess etwas verlangsamen und im worst case eine Wirtschaft am Leben erhalten, die in Wahrheit nicht mehr bestehen kann. Die sich verändern muss, weil das Leben Veränderung bedeutet und nicht Stillstand.

Der Bauernbund sollte über das Wachsen des Hinterlandes von Städten nachdenken, welches sich aufgrund des Zuzuges ständig erweitert. Beispielsweise wuchs dieses Hinterland von Berlin bereits auf rund 150 Kilometer vom Stadtbereich hinaus aus an. In Wahrheit werden unsere Siedlungsräume immer urbaner, Dörfer wachsen zu Streifen-Dörfern, kleine Städte zu Strip-Cities zusammen. Dahin gehend angepasst muss mobiler Wohnraum entstehen, stattdessen bieten gewerbliche Anbieter in den ländlichen Räumen immer noch Wohnungen mit Kaufoption. Keine in einem modernen beruflichen Feld arbeitende Person will heute etwas kaufen.

Was wir brauchen sind günstige und flexibel gestaltete Mietverhältnisse – und ganz bestimmt kein Breitband im Festnetz. Was wir brauchen ist eine zukunftsweisende Vernetzung des ländlichen Raumes mit Kooperationen zu den Hinterlanden der Städte – und das auf allen Ebenen.

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Bewusstwerdung

01/16/2013 2 Kommentare

„Weißt du, ich habe jetzt immer wieder so meine Erkenntnisse“, sagt sie zu mir und schenkt mir Kaffee ein. „Und welche“, frage ich, schon neugierig, welcher Art diese Erkenntnisse sind.

Wir sprechen am späteren Nachmittag dieses Mittwochs im Jänner, es schneit leicht und ist diesmal recht früh dämmrig geworden, dann über das Wesen von Schuld und Sühne, über Täter und Opfer. „Weißt du, es gibt sie nicht, die Schuld – und schon gar keine Opfer oder Täter. Das alles ist Illusion“. Es gibt nur Handlungen, die einander bewirken. Aber von Schuld und Sühne zu sprechen, wäre der leidigen Diskussion um Henne oder Ei gleichzusetzen.

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Angenommen, ich möchte auf Seelenebene lernen, wie es ist, mit Ungerechtigkeit konfrontiert zu werden, dann benötige ich ein Gegenüber, dass ungerecht zu mir ist. Und vielleicht liegt gerade in dieser Erfahrung von Ungerechtigkeit ein wesentlicher Schritt, der uns zu unserer Lebensaufgabe führt, der uns einen weiteren Schritt in Richtung Mission lenkt. Auch derjenige, der Ungerechtigkeit jemandem angedeihen lässt, lernt daraus, wie sich Missbrauch durch Macht anfühlt, braucht jemanden, zu dem er ungerecht sein kann, den er missbrauchen kann. Und vielleicht muss auch diese Person daraus eine Erkenntnis ziehen, um ihrer Lebensmission näher zu kommen.

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Aus Rangiert

Immer, wenn ich den Wohnort wechselte, begann ich diesen nach einiger Zeit zu erkunden. Ich zog meine konzentrischen Kreise um den Wohnplatz, solange, bis ich herausgefunden hatte, wo ich mich wirklich befand. Für mich waren und sind dieses Kreise ziehen Inspektionen, welche die Kulissen der Örtlichkeit zu durchschauen versuchen.

Der aktuelle Platz ist ein ganz besonderer. Er liegt nahe einer Stadt, in einer Eisenbahner-Siedlung. Und er verfügt über ein ganz eigenartiges Flair: nichts von Urlaub, Freizeit oder ländlicher Idylle ist hier zu bemerken – mein Gott, bin ich froh, dass dieser Kitsch vorüber ist! Nein, es geht um Schienen und Lokomotiven, um lineare Strukturen, die sich in die Landschaft drängen und in eine alpine Szenerie eingebettet sind. Diese langen Geraden wirken umso mächtiger, je bestimmter sie ihren Platz am Talboden einnehmen.

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Aber trotzdem liegt etwas in der Luft. Ein Duft von Weite zieht über die Geleise, strahlt von diesen aus und weht das Fernweh in den Ort. Um gleich wieder in eine nüchterne Realität umzuschwenken, beim Anblick der ausrangierten Dampflok, die als Museumsstück von guten alten Zeiten zeugt. Und die man sachgemäß mit Holzlattenzaun vom eigentlichen Schienenstrang getrennt hatte. Daneben stehen leere Züge, fahren halbleere Züge und machen sich im Wirrwarr der vielen Geleise klein aus. Ich denke, so viele Züge kann es hier gar nicht geben, welche die unzähligen Schienenstränge gerne aufzunehmen hoffen. [...]

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Geschehen lassen

Würden wir aufhören, das Leben andauernd zu verplanen und es damit zu kontrollieren, wären wir viel glücklicher. Ich habe lange nichts mit der Aussage, einfach das Leben geschehen zu lassen, anfangen können. Bis das Leben mir zeigte, wie es von sich aus geschieht. Welches Potenzial in einer solchen Unkontrolliertheit liegt.

Vermutlich steht jeder Mensch einmal machtlos einer Situation gegenüber. Sei es die Diagnose einer Krankheit, ein persönlicher Schicksalsschlag, eine Insolvenz oder ein Konkurs, ein Todesfall, Mobbing, das Scheitern einer Karriere, Arbeitslosigkeit, ein hoher finanzieller Verlust oder einfach eine Sackgasse, aus der man nicht mehr herauszukommen scheint. Ein solches Ereignis will dir nur sagen, dass du das Leben geschehen lassen sollst. Dass es nicht darauf ankommt, wie gut du planen, organisieren, kontrollieren kannst. Diese Situation ist dein Lehrmeister, wieder in den Fluss der Ereignisse zurückzukehren. Denn, wenn du geschehen lässt, dann gibst du der Situation die Möglichkeit, sich zu ändern, indem du deine Haltung ihr gegenüber veränderst.

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Hätte ich die Zeichen damals schon verstanden, wäre es nie soweit gekommen, in einer Sackgasse zu landen. Meine Sackgasse war der Verlust einer von mir aufgebauten Existenz, die rein dem Verstand entsprang, aber nicht dem Herzen. Ironischerweise gipfelte diese Sackgasse sogar in einer realen Sackgasse – der letzte Wohnort im Zuge dieser irregeleiteten Existenz lag in einer solchen.

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Wenn wir das Leben geschehen lassen und mit diesem Geschehen mitgehen, sozusagen die Welle reiten, die sich uns bietet, dann finden wir zum wahren Glück. Dann wird jeder Tag magisch, dann ist das magisch, was du tust, weil du dich dem Lebensfluss anvertraust und dem folgst, was dir das Leben zutragen möchte. [...]

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Die Sprache des Herzens

Die Sprache des Herzens kann niemals das Recht auf Leben jemand anderem oder anderen Lebewesen absprechen.

Die Sprache des Herzens wird niemals den Mitmenschen für minderwertig erachten um diesen zu kontrollieren.

Die Sprache des Herzens wird nie Krieg führen, weil das Herz um den Kummer des Verlustes Bescheid weiß.

Die Sprache des Herzens wird niemals versuchen, die eigene Unzulänglichkeit und unerfüllten Wünsche jemand anderem aufbürden zu wollen.

Die Sprache des Herzens kennt keinen Hass, keine Wut und keine Gier. Sie kennt kein Gefühl des Mangels.

Die Sprache des Herzens ist frei von jeglicher Angst.

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Zuviel Raum

Welchen Raum benötigen wir wirklich? Ich sage, wenn du Platz in Anspruch nimmst, der nicht deinem inneren Wesenskern, deiner Herzensangelegenheit, deiner Lebensmission entspricht, dann ist das unnützer Platz. Dann kannst du getrost darauf verzichten. Denn ein solcher Raum wird dir nicht das Glück bringen, welches du suchst und erhoffst.

Wir alle nehmen viel zu viel Raum in Anspruch. In allen Belangen des Lebens wollen wir uns ausdehnen, Raum einnehmen. Im Beruf, im Privatleben, im Wohnbereich, in unserem Aktivitätsradius. Immer geht es um ein Mehr und Wachstum.

Zu viele dieser Raumeinnehmer habe ich schon scheitern sehen – zerbrochen an ihrer eigenen Beharrlichkeit, an ihrer Gier, an ihrer Angst vor dem eigenen Scheitern und zu wenig zu erhalten. Es geht nicht um Raum im Leben und über wie viel man davon verfügt. Es geht um den Herzensplatz, den Herzensraum, den wir einnehmen müssen. Es geht um uns selbst, um unser Innerstes.

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Kategorien:Gedanken, Seele
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